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Terrabiom und die Gesundheit des Bodens

Heute schreibe ich als Gärtnerin über eine Erfahrung, die ich vor kurzem machen durfte.


Ende August war es mir möglich zum ersten Mal am Naturkongress in Bern teilzunehmen. Es war grandios, lehrreich und ungemein inspirierend. Ein Workshop, der es mir besonders angetan hatte war "Der Boden für das Gemeinwohl - das Wichtige ist sichtbar für das Auge". Der Kurs, der uns in die Welt des Bodens eintauchen ließ, hat uns allen verständlich gemacht, warum der Boden die Basis allen terrestrischen Lebens ist. Wir haben verstanden, dass er uns mit Nahrung versorgt, uns vor Überschwemmungen schützt und CO2 speichert.


Doch der Boden ist auch bedroht. Weltweit ist ein Drittel aller fruchtbaren Böden bereits degradiert, in Europa sind 60 - 70% der Böden als ungesund eingestuft. In der Schweiz sind die drei größten Bedrohungen für unsere Böden: Bodenversiegelung, Verschmutzung und massive Bodenerosion.

In dem Workshop haben wir gelernt, dass wir den Boden nur schützen können, wenn wir ihn verstehen. Wir müssen uns auf seine Komplexität einlassen und uns seiner Bedeutung für unser Leben bewusst werden.


Ein wichtiger Aspekt ist dabei die emotionale Verbindung zum Boden. Wir müssen ihn wieder als lebendigen Organismus wahrnehmen, der unsere Existenz ermöglicht.

In dem Workshop hatten wir die Möglichkeit, den Boden mit allen Sinnen zu erfahren. Wir haben ihn berührt, gerochen und geschmeckt. Wir haben uns mit ihm verbunden und seine Schönheit und Kraft gespürt.


Diese Erfahrung hat mich tief berührt. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Boden zu schützen.

Ich bin überzeugt, dass wir nur gemeinsam den Boden für die Zukunft bewahren können. Wir müssen alle Akteure, die sich für Bodengesundheit einsetzen, miteinander vernetzen und zusammenarbeiten.

Der Workshop hat mir gezeigt, dass es bereits viele Menschen gibt, die sich für den Boden einsetzen. Es gibt inspirierende Projekte und Initiativen, die zeigen, dass es möglich ist, den Boden zu regenerieren.

Ich bin zuversichtlich, dass wir den Boden für die Zukunft bewahren können. Wir müssen nur den Mut haben, neue Wege zu gehen und gemeinsam zu handeln. Lasst uns am Wohl aller arbeiten und gemeinsam für gesunde Böden sorgen. Am Ende landet nämlich alles irgendwie und irgendwann auf unseren Tellern.


Wer mehr zum Workshop erfahren möchte darf sich gern einmal hier umsehen. Terrabiom ist eine ganz fantastische Initiative. Wer an einem Kurs interessiert wäre, ist herzlich eingeladen, sich im Kommentarbereich zu melden. Dank guter Kontakte könnten wir diesen im kommenden Frühjahr bei ausreichendem Interesse organisieren.


Herzliche Grüsse

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